Sozialpolitische Forderungen des DBSH

Der DBSH fordert eine Sozialpolitik mit präventiver und gerechtigkeitsfördernde Funktion für die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Zu dieser Entwicklung gehört neben einer armutsvermeidenden materiellen Sicherung die bedarfsgerechte Bereitstellung qualifizierter sozialer Dienstleistungen. In den letzten Jahren ging der Abbau materieller Hilfen mit dem Abbau sozialer Dienste einher. Umgekehrt kann die Profession erst dann sinnvoll tätig sein, wenn Verarmung und Segregation vermieden werden. Soziale Arbeit muss daher soziale Sicherungssysteme explizit in den Blick nehmen.

Das Netz sozialer Sicherung muss Verantwortung und Verpflichtung füreinander ermöglichen. Sinnvolle Praxis Sozialer Arbeit impliziert eine Arbeit an den konkreten und sich verändernden bzw. zu verändernden Verhältnissen. Ziel muss sein, einerseits Menschen zu befähigenn, ihr Leben für sie befriedigend selbst gestalten zu können, andererseits zuwider stehende strukturelle und politische Bedingungen aktiv zu verändern. Soziale Arbeit fördert Empowerment nicht nur zur Gestaltung des persönlichen Umfeldes, sondern zur Selbstermächtigung in der Veränderung der politischen Verhältnisse. Insofern muss Soziale Arbeit ein Selbstverständnis als „Organisationsberater“ und „Coach“ für entsprechend notwendige politische Prozesse übernehmen.

Zugleich ist die Soziale Arbeit gefragt, ihre eigenen Interessen – die vielfach deckungsgleich mit dem des „Klientel“ sein können, zu vertreten. Damit sind nicht nur Fragen der eigenen Bezahlung gemeint, sondern vor allem nach der Qualität sozialer Dienstleistungen und den Bedingungen, unter denen diese erbracht werden. Soziale Arbeit muss verstärkt auf die eigenen „Produktionsbedingungen“ Einfluss nehmen sowie den Kern der eigenen professionellen Identität bewahren.

Soziale Arbeit muss ein Selbstverständnis der Profession haben, um vor Fremdbestimmung zu schützen. Sozialpolitische Stellungnahmen und die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit unterstreichen die sozialpolitische Arbeit.

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