Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.

Ziele und Historie

Berufsregister für Soziale Arbeit (BSA)

Im März 2002 wurde in Soest auf Initiative des DBSH das „Berufsregister für Soziale Arbeit“ (BSA) gegründet. Mit dieser „Qualitätsoffensive“ soll dem immer stärker werdenden Druck auf die Profession, z. B. durch Verlagerung sozialer Dienstleistungen auf nicht ausreichend qualifizierte MitarbeiterInnen oder durch Erhöhung der Arbeitsdichte, begegnet werden. Eine Registrierung im Berufsregister setzt den Nachweis der persönlichen beruflichen Kompetenz voraus. Sie soll bei den Adressaten der Sozialen Arbeit Vertrauen in das Können der professionell Tätigen schaffen, nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für gelingende Soziale Arbeit.

Das Modell des Berufsregisters ist nicht neu: Es wurde seit Beginn der 90er Jahre erfolgreich in den Niederlanden und auch in Italien und Groß-Britannien eingeführt. In einigen Ländern ist die Berufsausübung ohne die Eintragung in einem Berufsregister oder einer Berufskammer nicht mehr möglich. Das deutsche Berufsregister setzt demgegenüber auf Freiwilligkeit. Auch in anderen europäischen Ländern befasst man sich mit der Einführung eines solchen Systems.

Wenngleich die Diskussion keineswegs einheitlich geführt wird, besteht doch Einigkeit darüber, dass ein Hochschulabschluss für die Dauer eines Berufslebens allein keine ausreichende Qualifikation nachweist. Zusätzliche Fort- und Weiterbildungen sind zwingend notwendig. „Gute“ Sozialarbeit weist sich durch Engagement, Reflektion sowie durch persönliche und fachliche Entwicklung aus. Dementsprechend sind diese Qualitätskriterien und deren periodische Überprüfung durch das Berufsregister die Grundlagen für eine persönliche Registrierung. Sie berechtigt zum Tragen des Titelzusatzes „rBSA“.

Bildungsträger können ihre Fort- und Weiterbildungsangebote zertifizieren lassen. Dies soll dazu führen, dass die Fachkräfte der Sozialen Arbeit erkennen, welche Fortbildungen das Berufsregister anerkennt und wie viele Punkte erzielt werden können.

Wenn schließlich auch die Verantwortlichen bei Stellenbewerbungen oder der Vergabe von Projektfördermitteln die Registrierung berücksichtigen, dann sollte in Deutschland das Qualitätssicherungssystem „Berufsregister“ zu einem Erfolgskonzept werden.

Weitere Informationen zu Nutzen und Historie des Berufsregisters für Soziale Arbeit finden Sie in den folgenden Dokumenten.

Beschreibung: Download:
Erklärung zum Nutzen des BSA 559 KB
Historie - geschichtlicher Hintergrund zum BSA 596 KB

Professions-News

NEWS | 07.10.2019

Dialogreihe "Wohin – und woher?" - Gesichtspunkte einer Sozialen Arbeit der Zukunft

NEWS | 10.09.2019

Workshop auf der IFSW EUROPEAN CONFERENCE 2019 zum Zeugnisverweigerungsrecht

NEWS | 09.09.2019

Fachtagung zum "Recht auf Ganztag für Grundschulkinder"

Einrichtungen des DBSH