Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.

Call for Papers “Forschung – Praxis – Promotion“ - Arbeitstagung Soziale Arbeit, 28.-29.4.2023 in Würzburg

21.07.2022

Von: DGSA, ogsa, DBSH, DVSG, Promotionskolleg NRW, Promotionszentrum Soziale Arbeit Hessen

Mit der Tagung „Forschung – Praxis – Promotion“ soll der Fokus auf das Potenzial der Zusammenarbeit von Forschung und Praxis für die Promotionsförderung gerichtet werden. Bitte schicken Sie die Kurzdarstellungen (600 Zeichen) Ihres Beitrages für das Diskussionspanel oder die Postersession bis zum 31.10.2022 an: fpp-call-sw@hs-rm.de

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Arbeitstagung Soziale Arbeit

“Forschung – Praxis – Promotion“

28. – 29.4.2023 in Würzburg

Call for Papers

 

Das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis ist im Fachdiskurs der Sozialen Arbeit bis heute ein viel diskutiertes Thema. Als Disziplin gewinnt Soziale Arbeit in dem Maße an Bedeutung, in dem Theoriebildung durch Forschung vorangebracht wird und gleichzeitig der gemeinsame Dialog von Wissenschaft und Praxis, also zwischen wissenschaftlicher Disziplin und praxisorientierter Profession, gefördert wird. Für die Forschung und Lehre in der Sozialen Arbeit und die Hervorbringung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse spielen Promotionen eine zentrale Rolle. Die Qualifizierung in der eigenen Disziplin ist konstitutiv, um neues Wissen über Gegenstandsbereiche Sozialer Arbeit zu generieren und wiederum für die Praxis nutzbar zu machen. Die Gegenstandsbereiche Sozialer Arbeit beziehen sich in hohem Maße auf die Praxis und das generierte Wissen soll dazu dienen “[d]ie Praxis der Sozialen Arbeit zu hinterfragen, sie zu irritieren, (...) gängige Praxen zu bestätigen oder auch zu verwerfen” (Positionspapier der Sektion Forschung DGSA, 2019). Praxis und Forschung folgen dem Anspruch, reflexive Praxis zu ermöglichen und zu fördern. Hier zeigt sich das enge Verhältnis zwischen den beiden unterschiedlichen, jedoch über den gemeinsamen Gegenstand verbundenen Bereichen.

Für die Entwicklung von Professionalität in der Sozialen Arbeit ist es dabei zudem hilfreich, wenn promovierte Angehörige der eigenen Profession an der Ausbildung von Studierenden der Sozialen Arbeit beteiligt werden. Die Förderung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses wird damit auch zum Thema der Praxis (vgl. DBSH Promotionen in der Sozialen Arbeit), deren Rolle bei der Förderung von Promotionen bzw. der Forschung in der Sozialen Arbeit noch nicht ausreichend thematisiert und erst recht nicht diskutiert wurde. Promotionen in der Sozialen Arbeit, das ist hinreichend dargelegt, sichern die Innovations- und Zukunftsfähigkeit von Disziplin und Praxis. 

Mit der Tagung „Forschung – Praxis – Promotion“ soll der Fokus auf das Potenzial der Zusammenarbeit von Forschung und Praxis für die Promotionsförderung gerichtet und der Frage nachgegangen werden, wozu die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Sozialen Arbeit durch Promotionen dient bzw. dienen kann. Die Tagung soll Raum für Begegnung und den Austausch über bereits existierende Forschungsmodelle, bewährte Strukturen und Kooperationsformen sowie die Präsentation von aktuellen Beispielen für Kooperationen bieten.

Die Tagung richtet sich an Akteur:innen der Sozialen Arbeit, insbesondere Vertreter:innen der Forschung und der Praxisverbände. Sie lädt die Beteiligten ein, Erfahrungen, Erwartungen und Standpunkte aus dem eigenen Umfeld zum Thema Forschung – Praxis – Promotion/Promotionsförderung auszutauschen und zu diskutieren.

Im Rahmen der Arbeitstagung befassen wir uns mit dem Verhältnis von Forschung - Praxis - Promotion im Rahmen von zwei Formaten: a) Diskussionspanel: Angeregt durch Impulspräsentationen wird die Frage nach Potenzialen der Kooperation Forschung - Praxis - Promotion aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert; b) Postersession "Forschung - Praxis - Promotion": Hier werden praxisnahe Promotionsprojekte vorgestellt und im Hinblick auf die Frage nach Potenzialen und Entwicklungsbedarfen diskutiert.

Im Diskussionspanel „Potenziale der Kooperation Forschung - Praxis - Promotionsförderung“ wünschen wir uns thematische Vertiefungen zu folgenden Themen und Fragestellungen:

  • Disziplinentwicklung: Wie können Forschungskooperationen gestaltet werden (Zugangswege)? Wie können Methoden und  Methodologie der Forschung in der Sozialen Arbeit in Austausch oder in Zusammenarbeit  mit der Praxis weiterentwickelt werden?
  • Professionsentwicklung: Wie kann Promotionsforschung die Entwicklung von Praxis befördern?
  • Wissensgenerierung: Welche Forschungstätigkeiten gibt es in der Praxis selbst? Wie wird Wissen generiert? Wie wird dieses Wissen zwischen Forscher:innen und Praktiker:innen ausgetauscht? 
  • Strukturen der Forschungs- und Promotionsförderung: Welche Forschungsthemen finden in der Landschaft der Promotionsförderung Berücksichtigung? 

Nach einem einführenden vertiefenden Impuls soll dem Austausch der Teilnehmer*innen Raum gegeben werden.

In der Postersession „Forschung – Praxis – Promotion“ wünschen wir uns Beispiele für praxisnahe Promotionsprojekte: Praxisforschungsprojekte und Kooperationsprojekte  zwischen Forschung und Praxis. Schwerpunkte können dabei auf methodischen Zugängen, Forschungsthemen liegen. 

 

Informationen zur Tagung

Die Tagung findet am 28. und 29. April 2023 an der FHWS in Würzburg statt.

Bitte schicken Sie die Kurzdarstellungen (600 Zeichen) Ihres Beitrages für das Diskussionspanel oder die Postersession bis zum 31.10.2022 an: fpp-call-sw(at)hs-rm(dot)de

 

Call for Papers als pdf


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