Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.

Aktuelle Veröffentlichungen

Informationen im Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe zur Corona-Krise (laufende Aktualisierung)

Austausch unter Fachkräften - Gemeinsam gegen Corona

Wie geht es den Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona Pandemie

Stand März 2020
Herausgegeben von: Funktionsbereich Kinder- und Jugendhilfe
Ansprechperson: Heidi Bauer-Felbel

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Uns erreichen in den letzten Tagen vereinzelt Nachrichten von Mitgliedern und Fachkräften, die sich Gedanken machen, z. B. um sich, ihre Familien, ihre Klient*innen. Dies betrifft u.a. sowohl die Vorsichtsmaßnahmen am Arbeitsplatz, als auch die Situation von Fachkräften mit Kindern.

In dieser Situation sind wir alle Lernende! Der Funktionsbereich Kinder und Jugendhilfe des DBSH will hier gern seine Kompetenzen und Möglichkeiten einbringen. Deshalb möchten wir die Erfahrungen aus unterschiedlichen Regionen nutzbar machen und einen Austausch zu bestimmten Problemlagen oder Fragen vermitteln. Wer hierzu etwas mitteilen oder erfahren möchte, schreibt an folgende Mailadresse: jugendhilfe-aktuell(at)dbsh(dot)de unter dem Stichwort JUGENDHILFE.

Wir werden dann im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen in Austausch zu treten, Informationen zu teilen und Fachkräfte zu vernetzen.

Dies wollen wir anbieten, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass auch wir von den nahezu täglich neuen Informationen und Entscheidungen abhängig sind, die von Bundes- und Landesregierung, als auch von unseren Arbeitgeber_innen, Spitzenverbänden und sonstigen Dachorganisationen getroffen werden. Somit können wir keine pauschalen, bundesweiten Aussagen treffen oder Interventionen einleiten. Wir möchten hiermit aber eine Plattform bieten, um im Einzelfall gemeinsam über Lösungsansätze für konkrete Probleme nachdenken zu können.

Für Solidarität nach Innen und nach Außen.

Für den Funktionsbereich Kinder und Jugendhilfe,

Heidi Bauer-Felbel

Beschreibung: Download:
Einladung zum Austausch unter Fachkräften - Gemeinsam gegen Corona

Corona meiden: Ja - Obdachlose meiden: Nein

Leben im öffentlichen Raum in pandemischen Zuständen

Stand März 2020
Herausgegeben von: Fachbereich Streetwork im Funktionsbereich Kinder- und Jugendhilfe
Ansprechperson: Felix Rittershaus (streetwork@dbsh.de)

Die aktuellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona Virus legt das öffentliche Leben weitestgehend still. Auch wenn die Maßnahmen wichtig und nachvollziehbar sind, haben sie massive Auswirkungen auf Menschen, die auf dieses öffentliche Leben angewiesen sind. Verkäufer_innen von Straßenzeitungen, deren Arbeitsplatz der öffentliche Raum ist. Straßenjugendliche, die auf Zuwendungen von Passant_innen ange-wiesen sind. Alle Menschen die auf Spenden, Suppenküchen, Tafeln, Beratungsangebote und Ähnliches an-gewiesen sind. Sie alle sind somit doppelt negativ betroffen, da sie weder eine Möglichkeit haben, Geld zu erhalten, noch Einrichtungen mit kostenlosen Angeboten aufzusuchen.

Weiter gibt es bisher keine bis wenig Informationen und Unterstützung für Fachkräfte, die sich präventiv verhalten, ihrer Arbeit aber weiterhin nachkommen und dafür sorgen wollen, dass auch wirklich alle, auch Menschen ohne festen Wohnsitz, versorgt und geschützt sind. Wir schließen uns daher den Forderungen der Straßenzeitungen „fiftyfifty“ an, die selbstverständlich den tagesaktuellen Infektionsschutzmaßnahmen (Ausgangssperre, etc.) anzupassen sind:

Beschreibung: Download:
Stellungnahme FaB Streetwork: Corona meiden: Ja - Obdachlose meiden: Nein

Zur Aufhebung der Kostenheranziehung junger Menschen in erzieherischen Hilfen

Stand Februar 2020
Herausgegeben von: Fachbereich Streetwork im Funktionsbereich Kinder- und Jugendhilfe
Ansprechperson: Felix Rittershaus (streetwork(at)dbsh(dot)de)

Am 9. März findet im Familienausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung zum Thema der Kostenheranziehung junger Menschen in stationären oder teilstationären Jugendhilfemaßnahmen statt (§90ff SGB VIII). Grund hierfür sind unter anderen Anträge der FDP- und der Linksfraktion der letzten Monate, die eine mindestens teilweise Aufhebung der, schon des Öfteren in der Kritik stehenden1, Kostenheranziehung junger Menschen in Jugendhilfemaßnahmen forcieren.

Gemäß der aktuellen Gesetzeslage können und werden Jugendliche und junge Erwachsene, die in einer Pflegefamilie oder einer voll- oder teilstationären Jugendhilfemaßnahme leben, mit bis zu 75% ihres Einkommens zur Finanzierung der selbigen herangezogen. Hierdurch müssen diese jungen Menschen meist einen Großteil ihrer Ausbildungsvergütung oder ihres, durch einen Schülerjob selbständig erarbeiteten, Einkommens wieder abgeben und darüber hinaus wird es ihnen gleichfalls erschwert Rücklagen für ihr späteres Leben zu bilden. In der Realität führt diese Regelung häufig dazu, dass bei den Jugendlichen gar kein Interesse besteht eine solche Tätigkeit aufzunehmen, da es sich in ihren Augen schlicht nicht lohnt


1 Careleaver e. V. et al.  (2019), Berliner Erklärung: https://www.uni-hildesheim.de/media/fb1/sozialpaedagogik/Forschung/Gut_begleitet_ins_Erwachsenenleben/Berliner_Erkla__rung_Rechtsanspruch_Leaving_Care_18032019.pdf

Beschreibung: Download:
Stellungnahme des FaB Streetwork zur Kostenheranziehung

Stellungnahme zur Position des Deutschen Bundesjugendrings "Mehr günstigen Wohnraum für junge Menschen!"

Stand Februar.2020
Herausgegeben von: Fachbereich Streetwork im Funktionsbereich Kinder- und Jugendhilfe

Ansprechperson: Felix Rittershaus (streetwork(at)dbsh(dot)de)

Am 11. Dezember 2019 beschloss der Hauptausschuss des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) in Berlin deren Position zum Thema "Mehr günstigen Wohnraum für junge Menschen!"1. Der Fachbereich "Streetwork" des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. begrüßt diese Position und stimmt ihr in vielerlei Hinsicht zu, bittet jedoch um Ergänzungen, vor allem bezüglich der dort genannten Zielgruppe.

Beschreibung: Download:
Stellungnahme FaB Streetwork zur Position des Deutschen Bundesjugendrings "Mehr günstigen Wohnraum für junge Menschen!"

Workshop zur "Demokratiebildung und Jugendhilfe"

Foto: Michael Leinenbach

Stand Feburar.2020
Verfasst von: Sven Mohr und Heidi Bauer-Felbel

Auf Einladung des Funktionsbereiches der "Kinder- und Jugendhilfe im DBSH" fand Ende Januar 2020 in Köln ein Workshop unter dem Motto "Demokratiebildung und Jugendhilfe" statt. Geleitet wurde dieser durch den Geschäftsführer des Adolf-Bender-Zentrum aus St. Wendel (Saarland), Jörn Didas.

Bei dem Workshop ging es darum, mit den Teilnehmenden des Funktionsbereiches der „Kinder- und Jugendhilfe“ und der dazugehörigen Fachbereiche, die eigene Haltung und ihr Handeln in Bezug auf bestimmte Aspekte des demokratischen Zusammenlebens im (beruflichen) Alltag zu reflektieren. Sie lernten methodische Möglichkeiten kennen, um noch besser in erfahrungs- und erlebnisorientierter Form zum Thema Demokratie zu arbeiten. Methodisch orientierte sich der Workshop an demokratiepädagogischen Formaten. Genutzt wurden gruppendynamische Übungen, die das Erleben von demokratischen Prozessen im Kleinen, wie im Großen ermöglichen und die Selbstreflexion anregen sollen. Im Nachgang der Durchführung und Reflexion der jeweiligen Übungen, blickten die Teilnehmer_innen gemeinsam auf die Umsetzungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Methoden.

Beschreibung: Download:
Bericht Workshop zur Demokratie (Stand Februar 2020)

Netzwerktreffen der Kinder und Jugendhilfe

Foto: Michael Leinenbach

Stand Februar 2020
Verfasst von: Sven Mohr und Heidi Bauer-Felbel

Im Kontext der Bemühungen zur Änderung des SGB VIII traf sich Ende Januar 2020 das "Netzwerk Kinder- und Jugendhilfe" zu einem fachlichen Austausch in der "Karl Rahner Akademie" in Köln. Dabei ging es um den Abschlussbericht „Mitreden – Mitgestalten - Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe", den die Bundesregierung zur Novellierung des SGB VIII in Auftrag gegeben hatte. Das Treffen erfolgte auf Einladung des Funktionsbereiches der Kinder- und Jugendhilfe im "Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V." (DBSH). Innerhalb des DBSH übernimmt der Funktionsbereich die Zuständigkeit für das Netzwerk - ein Nachfolger des „Bündnis Kinder und Jugendhilfe-für Professionalität und Parteilichkeit“. 

Beschreibung: Download:
Netzwerktreffen Kinder und Jugendhilfe 2020

Fachgespräch zum Sorgerechtsentzug bei lesbischen Müttern

Foto: Heidi-Bauer-Felbel

Stand Januar 2020
Verfasst von: Heidi Bauer-Felbel

Auf Initiative des vom "Bündnis 90/Die Grünen" geführten rheinland-pfälzischen Familienministeriums wurde ein Forschungsprojekt beauftragt, welches sich um die geschichtliche Aufarbeitung zum Sorgerechtsentzug bei lesbischen Müttern kümmern soll. Aufbereitet werden sollte von der Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre. Die Projektleitung übernahm das "Institut für Zeitgeschichte", das mit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, dem Frauenzentrum Mainz e. V. und QueerNet Rheinland-Pfalz e. V. zusammenarbeitete. Die endgültige Studie wird am 2. September 2020 in Mainz veröffentlicht. Im Vorfeld liegen schon erste Ergebnisse vor.

Anfang des Jahres veranstaltete die Bundestagsfraktion "Bündnis 90/Die Grünen" ein Fachgespräch unter dem Motto "Wenn die Mutter lesbisch lebt(e) - Fälle von Sorgerechtsentzug bei Müttern, die mit Frauen lebten". Dieses Fachgespräch sollte dazu dienen, dass dieses Thema erstmals öffentlich diskutiert werden sollte. Der Einladung folgten neben dem "Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e.V." (DBSH,) ca. 60 Interessierte sowie Vertretende von verschiedenen Organisationen, Verbänden und Vereinen oder Selbsthilfegruppen. Der DBSH wurde von der Sprecherin des Funktionsbereiches "Kinder- und Jugendhilfe", Heidi Bauer-Felbel, vertreten.

Beschreibung: Download:
Fachgespräch zum Sorgerechtsentzug bei lesbischen Müttern
Zum Veranstaltungsbericht

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