Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.

Veröffentlichungen Internationales

Gute Staatsführungen braucht die Welt, nicht TPP, TTIP und TISA

Stand August 2015

Übersetzung: avenirsocial

Stellungnahme des International Federation of Social Workers IFSW vom 27. August 2015

Die US geführten globalen Handelsabkommen TPP, TTIP und TISA*, die von vielen
Ländern geheim verhandelt werden, bedrohen die Grundlagen von Demokratie,
Lebensstandard und Wohlbefinden aller Völker. Für Sozialarbeiterinnen und
Sozialarbeiter von spezieller Bedeutung ist, dass die Abkommen direkt die Rechte von
Menschen tangieren, die auf Unterstützung und Betreuung durch Soziale Dienste
angewiesen sind.

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Statement des IFSW "Gute Staatsführungen braucht die Welt, nicht TPP, TTIP und TISA“ 205 KB

Griechenland – eine Krise, die auch uns angeht!

SozialarbeiterInnen fordern soziale Mindeststandards für ganz Europa

Stand März 2015

Mit Erstaunen blickt Europa auf den Ausgang der Wahlen in Griechenland. Der neue Präsident Tsipras kündigte die Zusammenarbeit mit der sogenannten Troika auf und will einige der Kürzungen im Bereich von Personal und Verwaltung rückgängig machen. Dies führt verständlicherweise dann zu Irritationen, wenn die „deutschen Steuerzahler“ vermeintlich für die Folgen der Krise in Griechenland eintreten müssen, weil in diesem Land „die Reichen keine Steuern zahlen müssen“, oder zu viele Beamte beschäftigt würden, zu früh in Rente gegangen werde oder Renten zu hoch seien.

Diese öffentliche Wahrnehmung und die Empörung deutscher Politiker werden der Situation der Menschen in Griechenland jedoch nicht gerecht.

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Stellungnahme zu Griechenlandkrise 2015 422 KB

Stellungnahme des IFSW zu den Schweige- und Protestmarsch in Malta

Stand Juni 2013

Hier finden Sie die Stellungnahme des ISFW zu der Aktion des maltesischen Verbandes der SozialarbeiterInnen (MASW):

http://ifsweurope-ifsweurope.blogspot.de/2013/06/malta-silent-demonstration-against.html

http://ifsweurope-ifsweurope.blogspot.de/2013/06/malta-silent-demonstration-against_7.html

 

Liebe KollegInnen,

Als Reaktion auf jüngst berichtete gewaltsame Aggression gegen zwei SozialarbeiterInnen der Richmond Foundation, organisierte der maltesische Verband der SozialarbeiterInnen (MASW) einen Schweigemarsch, um Solidarität mit den KollegInnen zu zeigen und um gleichzeitig Aufmerksamkeit dafür zu erzeugen, dass Gewalt gegen SozialarbeiterInnen und andere helfende Professionen nicht toleriert wird.
Zu diesem Zweck hielt MASW in der Nähe des Café Cordina, in der Republik-Strasse, am Montag 3.Juni 2013 um 17:30 eine Demonstration ab. Die Ministerin für Familien und Soziale Solidarität (Hon. Dr. Marie Louise Coleiro Preca) und der Schattenminister (Hon. Dr. Chris Said) wurden von dieser Veranstaltung informiert und waren anwesend, um die Bedenken der SozialarbeiterInnen anzuhören.
Ein Anzahl von SozialarbeiterInnen nahm an der Demonstration teil, vor allem da dies ein kritischer Punkt für SozialarbeiterInnen und andere helfende Berufe ist. MASW übergab auch einen formellen Bericht zusammen mit Empfehlungen des Verbandes an die Ministerin und den stv. Minister für Familien und Soziale Solidarität.

IFSW-Europe beglückwünscht MASW und alle SozialarbeiterInnen in Malta zu dieser starken Initiative.

Freundliche Grüsse

Cristina Martins
(IFSW President European Region)

(Übersetzung: Maria Moritz)

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Erklärung des DBSH 881 KB
Erklärung DBSH in Englisch 481 KB
Erklärung des OBDS 132 KB

Freispruch für ungarischen Sozialarbeiter

Stand 2012

Wie die Vorsitzende des Österreichischen Berufsverband der SozialarbeiterInnen (OBDS) Maria Moritz mitteilte, wurde der ungarische Sozialarbeiter Norbert Ferencz vom Obersten Gericht von allen Anklagen freigesprochen!Sie sagte „Liebe KollegInnen, Eure Protestschreiben und Unterschriften auf der Petition sowie die internationalen Proteste haben entscheidend dazu beigetragen, dass in Ungarn eine Entscheidung für die Menschlichkeit gefallen ist! Was Solidarität über Grenzen hinweg alles kann!“

Der Landesverband Saar bedankt sich bei allen, die sich solidarisch erklärt haben.

Anette Plewka, stellv. Landesvorsitzende

Ungarn: Sozialarbeiter soll für berufliches Engagement in Haft Europaweiter Protest gefordert.

Stand Nov. 2011

Immer wieder steht Ungarn im Mittelpunkt der europäischen Öffentlichkeit. Seitdem bei den Wahlen am 11. und 25. April ein Bündnis der nationalkonservativen Fidesz und der nationalkonservativen / rechtspopulistischen KDNP eine 2/3-Mehrheit errang wird der Staat umgebaut. Eine neue Verfassung beschwört Gott, Krone, Vaterland, Christentum, Familie und Nationalstolz, ein umstrittenes Mediengesetz führte zu europaweiten Protesten. Was nicht sein darf, darf man auch nicht lesen und geschweige denn sehen – so das Credo ungarischer Innenpolitik. Viele repressive Maßnahmen gegen von Armut betroffene Menschen gipfelten jetzt in einer neuen Verordnung: Das Durchsuchen von Müll nach verwertbaren Lebensmitteln und Gegenständen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Dagegen habe ungarische Sozialarbeiter mit einer kleinen Straßenaktion friedlich demonstriert (siehe hierzu: http://mindennapi.hu/cikk/tarsadalom/rendorok-hurcoljak-el-a-szegenyekert-tuntetoket-video-/2011-03-11/1997). Bei dieser Demonstration wurden einige Sozialarbeiter festgenommen. Der vom Kollegen Norbert Ferencz unterzeichnete Aufruf zu dieser Aktion brachte ihm eine Anklage wegen Landfriedensbruch ein, in erster Instanz wurde er am 4. November zu drei Jahren Haft verurteilt.

Der „Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH)“, Mitglied der „International Federation of Social Workers (ifsw)“, protestiert gemeinsam mit vielen anderen europäischen Verbänden auf das Schärfste gegen die Repressalien, denen KollegInnen in Ungarn ausgesetzt sind.

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit fordert die sofortige Aufhebung der Verurteilung gegen den Sozialarbeiter Norbert Ferencz!

Erweiterter Vorstand des DBSH

Zum Hintergrund:

International Code of Ethics: http://www.ifsw.org/p38000739.html

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Stellungnahme zur Verfolgung in Ungarn 162 KB

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